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Designertoilette verstopft, der Schacht geteilt: ein Einsatz mit viel Kamera
Ein Freitag im September, kurz nach halb zwölf. Der Notruf kommt aus einem Reihenhaus: Die Toilette ist verstopft, und es ist nicht irgendeine, sondern eine Designertoilette. Wer so ein Stück im Bad hat, möchte, dass es nach unserem Besuch noch genauso aussieht wie vorher.
Das eigentliche Problem wartete aber nicht im Bad. Es lag draußen unter der Einfahrt.
Ein Schacht für mehrere Häuser
Normalerweise hat ein Haus einen Übergabeschacht auf dem eigenen Grundstück. Dieses nicht. Die Leitung teilt es sich mit den Nachbarn, und der gemeinsame Schacht liegt in der Mitte. So wurde damals gebaut, und so findet man es in vielen älteren Reihenhaussiedlungen bis heute: Die Leitungen mehrerer Häuser laufen zusammen, und an welcher Stelle welches Haus angeschlossen ist, steht auf keinem Schild.

Wer von oben in den Schacht schaut, sieht die Steigeisen an der Wand und unten die Rinne, in der das Abwasser zusammenläuft. Was er nicht sieht: welche Leitung zur verstopften Toilette gehört und wo genau es klemmt. Einfach eine Spirale hineinschieben und hoffen, das wäre in so einem Netz ein Stochern im Dunkeln.
Viel Kamera, viel Hinschauen
Also haben wir es von zwei Seiten angepackt. Im Haus schob ein Monteur die Spirale in die Leitung, draußen stand der andere mit der Kamera am gemeinsamen Schacht. „Ich höre die Spirale schon“, sagt er in einem unserer Videos von dem Tag. Jetzt ging es darum zu sehen, wo sie im Schacht herauskommt. So findet man heraus, welcher Zulauf zu welchem Haus gehört.
Die Kamera ist eine Schiebekamera von Kummert: ein Wagen mit Monitor und einer Haspel voller violettem Kabel, das steif genug ist, um den Kamerakopf vor sich herzuschieben, und biegsam genug für die Bögen. Der Kopf hat Gelenke und lässt sich per Joystick schwenken. Damit schaut er auch in einen Zulauf, der von oben kommt, statt nur geradeaus.
Damit das Kabel nicht an der Schachtkante hängen bleibt, steckt eine Einführhilfe im Schacht, auf den Fotos das grüne Rohr. Sie lenkt das Kabel über die Kante in die Leitung. Bei der Befahrung selbst teilen sich zwei die Arbeit: Einer schiebt nach, der andere hat den Monitor im Blick. Über dem Bildschirm sitzt eine Blende wie ein kleines Dach, denn in der Mittagssonne wäre er sonst kaum zu lesen.

Das Gerät zählt dabei mit, wie viele Meter Kabel im Rohr sind. Genau das braucht man in einem geteilten Netz: nicht nur ein Bild von der Verstopfung, sondern die Entfernung, bei der sie sitzt, und die Richtung, aus der die Leitung kommt. Das hat gedauert, mit viel Rein und Raus und so manchem zweiten Blick. Leicht war es nicht.
Die Düse muss nach vorne schießen
Gespült haben wir mit Hochdruck aus dem Wagen, der Schlauch lag quer über die Einfahrt bis zur Haustür. Welche Düse vorne drauf kommt, hängt von der Richtung ab. Wir haben aus dem Haus heraus gearbeitet, also in Fließrichtung, und dafür nimmt man eine Vorstrahldüse. Sie schießt nach vorne in die Leitung hinein und nicht zurück zu uns. Sonst, so hat es unser Monteur erklärt, hätten wir ein Problem.

Am Ende lief es wieder.
Wer in einem Reihenhaus mit gemeinsamer Leitung wohnt, kann aus diesem Einsatz etwas mitnehmen. Es lohnt sich zu wissen, wo der gemeinsame Schacht liegt und dass er zugänglich bleibt, nicht zugepflastert und nicht unter einem Blumenkübel. Und eine Kamerabefahrung in ruhigen Zeiten zeigt einmal in Ruhe, wie die Leitungen verlaufen. Im Notfall spart das genau die Zeit, die wir hier mit Suchen verbracht haben.
Wir kommen dorthin, wo das Problem ist
Im Großraum Lübeck sind wir für die Rohrreinigung rund um die Uhr unterwegs, von der Innenstadt bis nach Bad Schwartau, Stockelsdorf und Travemünde. Danke an unser Team, das an diesem Freitag nicht aufgegeben hat, bis das richtige Rohr gefunden war.
Sie haben ein Leitungsproblem, im Haus, im Garten, im Betrieb? Wir sind rund um die Uhr für Sie da: 0451 / 8 999 380. Schreiben Sie uns gerne auch an info@rohrreinigung-falkenhagen.de.