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Der Schacht, den niemand mehr finden konnte
Um eine Grundleitung zu reinigen, braucht man einen Zugang. Meistens ist das ein Kontrollschacht, und meistens weiß jemand, wo er liegt.
Manchmal weiß es niemand mehr.
Wie ein Schacht verschwindet
Ein Schacht wird nicht heimlich versteckt. Er verschwindet langsam und aus lauter Nachlässigkeiten, über die im Einzelfall niemand nachdenkt.
Der Rasen wird ein paar Zentimeter aufgefüllt, der Deckel liegt danach knapp unter der Grasnarbe. Ein Beet wird angelegt und wandert über die Stelle. Eine Terrasse wird verlängert. Beim Hausverkauf gehen Unterlagen verloren, beim Verwalterwechsel ebenfalls. Zwei Eigentümer später weiß niemand mehr, dass es diesen Zugang überhaupt gibt.
Bei älteren Anlagen kommt hinzu, dass die Entwässerung nie vollständig dokumentiert wurde. Was in den Fünfzigern und Sechzigern gebaut wurde, steht oft nur in den Erinnerungen von Leuten, die längst nicht mehr da sind.
Das Ergebnis ist immer dasselbe: Die Leitung läuft nicht mehr richtig, und die einzige Stelle, an der man vernünftig arbeiten könnte, ist unauffindbar.
Aufgraben auf Verdacht wäre die schlechteste Lösung. Ein Bagger im Rasen kostet Geld, hinterlässt Schaden und trifft die Stelle mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem nicht.
Suchen mit einem Signal statt mit dem Spaten
Deshalb suchen wir nicht nach dem Deckel, sondern nach der Leitung.
Im Kamerakopf sitzt eine kleine Sonde, ein Sender. Sie funkt mit einer festen Frequenz, üblich sind 512 Hertz. Dieses Signal durchdringt Erdreich, Rasen, Pflaster und auch eine Betondecke, weil es so niederfrequent ist. Auf der Oberfläche läuft ein Empfänger mit, der genau auf diese Frequenz hört.

Wir schieben die Kamera also von einem erreichbaren Punkt aus in die Leitung, zum Beispiel von einem Revisionsstück im Keller. Dann gehen wir mit dem Empfänger über die Fläche und folgen dem Signal, das sich unter uns bewegt.
Das Gerät zeigt zweierlei an. Erstens die Position: Direkt über der Sonde ist das Signal am stärksten. Zweitens die Tiefe, also wie weit unter der Oberfläche die Leitung liegt.
Damit wird aus einer Suche eine Messung. Am Ende steht eine Markierung im Rasen und ein Zahlenwert für die Tiefe. Erst dann greift jemand zum Spaten, und zwar an genau einer Stelle.

So sah es aus, als wir den Deckel freigelegt hatten. Ein kreisrundes Loch im Rasen, sonst nichts. Der Rest der Fläche blieb unberührt.
Was der Zugang wert ist
Ein offener Schacht verändert alles, was danach kommt.

Von hier aus lässt sich die Leitung in beide Richtungen befahren und reinigen. Wir sehen, aus welchem Strang das Wasser kommt und wohin es geht, wir erreichen die Ablagerungen mit dem Werkzeug, und wir können nach der Reinigung mit der Kamera kontrollieren, ob die Leitung wirklich frei ist.
Genauso wichtig: Der Schacht ist ab jetzt bekannt. Wir halten fest, wo er liegt und wie tief. Beim nächsten Mal, in fünf Jahren und auch bei der nächsten Eigentümerin, beginnt niemand wieder bei null.
Für eine Dichtheitsprüfung ist ein zugänglicher Schacht ohnehin Voraussetzung. Ohne definierte Prüfabschnitte lässt sich kein Abschnitt sauber absperren und prüfen.
Wir schauen erst und graben dann
Die Ortung ist keine Zauberei, sie ist Handwerk mit dem passenden Gerät. Sie dauert selten lang, und sie erspart fast immer deutlich mehr Aufwand, als sie selbst verursacht.
Wenn Sie ein Grundstück irgendwo zwischen Lübeck, Bad Schwartau, Stockelsdorf und Travemünde haben, bei dem niemand mehr weiß, wo die Leitungen verlaufen: Das ist völlig normal, und es lässt sich klären. Wir kommen mit Kamera und Ortungsgerät, finden den Zugang und dokumentieren gleich mit, was wir unterwegs sehen. Sie bekommen die Aufnahmen der Kamerabefahrung und wissen anschließend, woran Sie sind. Steht schon fest, dass gereinigt werden muss, machen wir das im selben Zug: Verstopfungsbeseitigung und Ortung kommen bei uns aus demselben Fahrzeug.
Sie haben ein Leitungsproblem, egal ob im Haus, im Garten, im Betrieb? Wir sind rund um die Uhr für Sie da: 0451 / 8 999 380. Schreiben Sie uns gerne auch an info@rohrreinigung-falkenhagen.de.