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Die Schokoladenleitung: unser Einsatz bei Niederegger
Es gibt Aufträge, bei denen man vorher weiß, dass die Kollegen abends danach fragen werden. Dieser gehörte dazu.
Wir waren bei Niederegger in Lübeck und haben die Schokoladenleitung gereinigt.
Warum ausgerechnet Schokolade schwierig ist
Kakaobutter hat eine Eigenschaft, die sie für Süßwaren unersetzlich macht und für Abwasserleitungen unangenehm. Sie ist bei Zimmertemperatur fest und wird erst knapp unterhalb der Körpertemperatur flüssig. Genau deshalb schmilzt Schokolade im Mund und nicht in der Hand.
In einer Leitung kehrt sich dieser Vorteil um.
Was in der Produktion warm anfällt, ist flüssig und fließt bereitwillig ab. Ein paar Meter weiter im Rohr ist das Wasser abgekühlt, und das Fett wechselt seinen Zustand zurück. Es legt sich als feste Schicht an die Rohrwandung, dorthin, wo es gerade erstarrt ist. Beim nächsten Durchgang kommt die nächste Schicht darauf.
So wächst die Ablagerung von außen nach innen, gleichmäßig rundherum, bis vom ursprünglichen Querschnitt nur noch ein Kanal in der Mitte übrig ist. Das geschieht langsam und über Monate, und es kündigt sich kaum an. Die Leitung läuft, bis sie es nicht mehr tut.
Dazu kommt der Zucker. Er löst sich zwar im Wasser, macht aber alles klebrig, was er berührt. Auf einer klebrigen Fettschicht bleibt jedes Partikel hängen, das vorbeikommt. Fett und Zucker arbeiten in einer Süßwarenleitung also Hand in Hand.
Deshalb reicht bei solchen Leitungen heißes Wasser allein nicht aus. Es löst die oberste Schicht an und schiebt sie ein Stück weiter, wo sie erneut abkühlt und sich neu festsetzt. Das Problem wandert dann nur, statt zu verschwinden.
Der Weg zur Leitung war länger als die Leitung
Ein Industriehof ist kein Einfamilienhaus. Der Schacht, über den wir an die Leitung kamen, lag nicht dort, wo unser Fahrzeug stehen konnte.

Also wurde der Schlauch verlegt. Über den Hof, an der Fassade entlang, um die Gebäudeecke, bis zum Schacht. Das sind die unspektakulären Meter eines solchen Einsatzes, und sie machen einen erheblichen Teil der Arbeitszeit aus.
Für einen laufenden Betrieb ist genau das der entscheidende Punkt. Ein Produktionshof steht nicht still, weil jemand eine Leitung reinigt. Lieferverkehr fährt weiter, Mitarbeitende gehen weiter zu ihren Eingängen. Der Schlauch muss also so liegen, dass er niemanden behindert und dass niemand über ihn stolpert. Wo er eine Fahrspur kreuzt, gehört er gesichert.
Das klingt nach einer Nebensache. In einem Betrieb, in dem Lebensmittel hergestellt werden, ist es keine.
Was wir dort gemacht haben
Gearbeitet wird mit Hochdruck. Eine Düse wird in die Leitung eingeführt und arbeitet sich mit nach hinten gerichteten Wasserstrahlen selbst voran. Diese Strahlen lösen die Ablagerung von der Wandung und schieben das gelöste Material gleichzeitig zurück in Richtung Schacht.
Der Druck wird dabei so gewählt, dass die Schicht abgeht und das Rohr unversehrt bleibt. Bei festen Fettkrusten braucht es mehr als bei frischen Ablagerungen, und bei älteren Leitungen weniger als bei neuen. Diese Einschätzung ist der eigentliche Teil der Arbeit, den man nicht mit einem Knopf ersetzen kann.
Was sich löst, wird anschließend aus dem Schacht aufgenommen und fachgerecht entsorgt. Es gehört nicht in den Kanal, wo es ein paar hundert Meter weiter dasselbe täte wie vorher.
Am Ende steht die Kontrolle mit der Kamerabefahrung. Erst wenn die Kamera eine saubere Wandung über die gesamte Strecke zeigt, ist der Auftrag erledigt. Bei einer Leitung, die man nicht öffnen kann, ist das die einzige belastbare Abnahme.
Für Betriebe, die mit Lebensmitteln arbeiten
Was hier für Schokolade gilt, gilt für jede Küche und jede Produktion, in der mit Fett gearbeitet wird. Bäckereien, Fleischereien, Kantinen, Restaurants, Hotels. Der Stoff ist ein anderer, das Verhalten im Rohr ist dasselbe: warm hinein, kalt fest.
Deshalb sind Abscheideranlagen in solchen Betrieben vorgeschrieben, und deshalb sind sie kein Selbstläufer. Ein Abscheider hält das Fett zurück, solange er regelmäßig geleert und gereinigt wird. Wird er es nicht, läuft das Fett weiter in die nachfolgende Leitung, und das Problem ist genau dort, wo man es am wenigsten sehen kann.
Der planbare Weg ist die Wartung im festen Turnus. Termine, die zum Betriebsablauf passen, statt eines Notrufs mitten in der Produktion. Wer schon einmal erlebt hat, was ein Rückstau in einem Lebensmittelbetrieb an Stillstand und Reinigungsaufwand verursacht, rechnet das nicht lange nach.
Und falls es doch einmal schnell gehen muss: Eine Verstopfungsbeseitigung bekommen Sie bei uns rund um die Uhr, auch am Wochenende, auch im laufenden Betrieb.
Sie haben ein Leitungsproblem, egal ob im Haus, im Garten, im Betrieb? Wir sind rund um die Uhr für Sie da: 0451 / 8 999 380. Schreiben Sie uns gerne auch an info@rohrreinigung-falkenhagen.de.